Tagebuch

erstes freies Lastenrad in Dortmund sucht Namen und Standorte

Wenn alles läuft, wie – sehr sehr spontan – geplant, haben wir ab morgen ein neues CargoBike – und zwar ein P-Box von Christiania. Ein ähnliches Rad hört in Köln auf den Namen Kasimir. Kasimir, Kölns erstes freies Lastenrad, ist ein Projekt von wielebenwir.de, eine Gruppe, die in Köln noch viele andere tolle Dinge macht.

Das Rad steht also ab morgen auf dem Hof. Brauchen wir noch einen netten Namen, unter welchem man das Christiania Bike schnell wiedererkennt. Und schöne Standorte in Dortmund und dem Ruhrgebiet, wo das P-Box-Lastenrad ausgeborgt werden kann.

Kommentiert also fleißig hier im Blog Cargo.VeloCityruhr.net, auf Facebook, in Twitter mit #VeloCargoRuhr oder schreibt uns an cargo@velocityruhr.net – mit Namen und Standorten für das erste freie Lastenrad in Dortmund und dem Ruhrgebiet.

Nachtrag – 2013-12-08: das Lastenrad haben wir tatsächlich gekauft und auf den Namen RUDOLF getauft. Und RUDOLF hat schon einen Preis eingefahren.

das Wiener LastenRad Kollektiv – Vorbild für alle

Das Logo haucht ein wenig kommunistisch an, wenngleich wir bei der Fahrrad-Sternfahrt Dortmund ebenfalls einen – allerdings leicht gedrehten und rundlicheren – Stern im Logo verwenden. Wenn man sich die Historie der Website anguckt, sprich: den ältesten Beitrag im Blog, so erfährt man etwas über die Gründung des Wiener LastenRad Kollektivs. Hier waren es also nicht Fahrradaktivisten, die diese Gemeinschaft der CargoBiker initiiert haben, sondern Aktivisten, die für ihre Veranstaltungslogistik eine günstige und praktikable Transportlösung suchten. Das war im Februar 2010.

Heute, mehr als dreieinhalb Jahre später, ist es in dem Blog zwar etwas ruhiger geworden, allerdings besteht das Kollektiv mittlerweile aus mehr als einem Dutzend unterschiedlicher Lastenräder und fast genauso vielen Anhängern. Dieser setzt sich aus interessanten wie unterschiedlichen Gefährten zusammen. Bei den Lastenrädern sind dabei Vorderlader sowie Longtails, also Räder mit längerem Radstand und einem langen Gepäckträger, beliebt. Besonders bemerkenswert sind die Selbstbauten (bzw. Versuchsfahrräder, wie man in Augsburg zu sagen pflegt).

Und, wie man aus dem Namen schon ableiten kann, aber auch durch die Geschichte verdeutlicht wird, gibt es beim LastenRad Kollektiv keine Gewinnerzielungsabsicht: die Räder werden nicht vermietet, es fallen also keine Gebühren an. Natürlich freut sich der Eigentümer über Spenden, die wohl in die Versicherung, Wartungen und ggf. Reparaturen gesteckt werden.

Fazit: ein wunderbares Vorbild für alle.

Roter Panther = Soundbike

Ein Wochenende voller Bullitt und Musik.

Von Freitag bis Sonntag war der rote Panther zusammen mit dem Rotkäppchenkorb auf diversen Critical Mass unterwegs.

Am Freitag in Düsseldorf, am Samstag in Dortmund und am Sonntag in Paderborn.

DSCI0834

Freitag ging es von Wuppertal über deren Radschnellweg (Nordbahntrasse) nach Düsseldorf um an der CM teilzunehmen, in Dortmund ging es vom Friedensplatz auf dem der vegan-street-day stattfand zunächst Richtung Tremonia Park, wo wir kurz dem DJ-Picknick Konkurrenz gemacht haben, bevor es dann durch Hafen und Nordstadt zurück zum Friedensplatz ging. Und nach Paderborn ging es erstmal mit dem Zug, bevor es dann von Soest noch 60 km Richtung Osten zu strampeln galt.

Roter Panther am 10.08.2013 am Friedensplatz
Roter Panther am 10.08.2013 am Friedensplatz

Insgesamt macht das 200 km Bullitt fahren mit 10 Stunden Musikegleitung aus dem Rotkäppchenkorb. Auf den CMs rund 100 Mitradler beschallt und natürlich unzählige Schaulustige am Wegesrand.

Roter Panther am 11.08.2013 vor Schloss Erwitte
Roter Panther am 11.08.2013 vor Schloss Erwitte

der Rote Panther = Fahrradtransporter

Heute bekam die Velokitchen eine Fahrradspende von den Leuten des Wohnprojekts „Wir auf Tremonia“. Vor deren Fahrradgarage durften wir die Fahrräder in Empfang nehmen. Wie wir in der Garage sehen konnten, stand dort ein weiteres Bullittt.

Nach dem Roten Panther (Team VeloCityRuhr)  und  dem Lastenrad der Urbanisten,  ist dies das dritte von insgesamt vier aktuell eingeplanten Bullitts, die von der Punta Velo GmbH und dem Umweltamt der Stadt Dortmund zur Verfügung gestellt werden.

Zurück zur Fahrradspende: die Aufgabe des Abtransportes übernahm unser roter Panther. Eben die Beladungswanne abgenommen und die Räder quer auf die Ladefläche gelegt. Insgesamt waren es drei Stück. Ein bis zwei weitere hätten aber sicher auch noch draufgepasst.

Mit dieser Ladung ging es dann quer durch die Dortmunder Innenstadt zur VeloKitchen in der Nordstadt. Da wir mit der Ladung doch etwas breiter als ein gewöhnliches Fahrrad waren, sind wir einfach auf der Mitte der Fahrbahn geblieben.

Vielen Dank an „Wir auf Tremonia“ für die freundliche Unterstützung.

Einkaufen mal ein wenig anders

Man könnte sich die Sachen auch nach Hause schicken lassen, aber dann muss man ja Versandkosten zahlen und kann nicht einen schönen Tag in Aachen verbringen.

Da klar war, dass die bestellten Sachen ein wenig sperrig sein werden, habe ich kurzerhand den Roten Panther genommen, um die Sachen dort abzuholen. Wer jetzt denkt, die sind doch vollkommen bekloppt mit dem Lastenfahrrad von Dortmund nach Aachen und zurück zu fahren, dem sei versichert, dass wir das gültige Monatsticket für den ÖPNV genommen haben und bis an die äußerste Grenze des VRR gefahren sind. In dem Fall Möchengladbach-Rheydt.

Die Mitnahme des Roten Panthers im Zug war übrigens gar kein Problem, für andere Rad fahrende Mitreisende sogar von großem Vorteil. Es gab enormen Gesprächsbedarf und das Bullitt diente für die anderen Räder als wegroll und umkipp Schutz (es steht ja auf vier Beinen).

IMG_5510

Die erwarteten Probleme wegen seiner Größe, konnte ich nicht feststellen.

In Rheydt angekommen ging’s dann auch schon los. Einfach aufsitzen und losfahren, um dann 210 Minuten später im ca. 70 Kilometer entfernten Aachen anzukommen. Unterwegs fast immer der B57 gefolgt, viel Landschaft gesehen, die Rur (ohne H) gequert, den Pferden in der Aachener Soers Konkurrenz gemacht, um dann vom Salvatorberg nach Aachen einzurollen.

IMG_5512

Erste Zwischenbilanz: 70 Kilometer gut hinter mich gebracht, der Rote Panther fährt sich auch auf solchen Distanzen echt sehr angenehm, und trotz teils kräftigem Regen keine nassen Füße (geschützt durch die Ladefläche und, weil das Vorderrad soweit weg ist). Bevor es zum Einkaufen ging (deshalb waren wir ja hier) erstmal die Stadt erkunden: Rathaus, Dom, Altstadt, Elisengarten, Elisenbrunnen …… Einfach schön hier!

IMG_5516

Dann weiter zum Fabrikverkauf von einem großen Schokoladenhersteller. Dort direkt mal ne ganze Kiste mit B-Ware mitgenommen. Anschließend noch die bestellte Ware abgeholt (ein paar Reifen usw.), alles vorne auf die Ladefläche und wieder zurück nach Rheydt. Diesmal einen anderen Weg, abseits der großen Straßen.

Aufgrund des intensiven Regens am Vormittag war da der ein oder andere Weg doch sehr aufgeweicht, aber für den Roten Panther alles kein Problem. Solange man ihn ordentlich tritt, kommt er überall durch! Scheinbar war es ihm doch irgendwann ein wenig zu viel, da er am Hinterrad die Luft abließ. Also ne kurze Pause eingelegt und den Roten Panther wieder fit gemacht.

Nochmals querten wir den Fluss ohne H und mussten dann am Ende doch noch ordentlich sprinten, damit uns der Zug zurück nach Dortmund nicht vor der Nase wegfährt.

IMG_5522

Fazit: der erste Langstreckeneinsatz ist gelungen. Ich als Fahrer konnte das Bullitt als sehr genügsames und vor allem sehr harmonisch auf der Straße liegendes Fahrrad kennen lernen. Es hat großen Spaß gemacht, wurde, egal wo, immer staunend beguckt und die Tatsache, dass man evtl. ein wenig langsamer unterwegs ist, spielt bei der Transportmöglichkeit auch keine Rolle (ein LKW darf ja auch nicht so schnell fahren wie ein PKW). Einzig meine Hände schmerzten zwischenzeitlich doch sehr, weil die Lenkerform für mich nicht ideal war. Einfach ein tolles Fahrrad, was mich nicht nur im Stadtverkehr, sondern auch auf langen Strecken überzeugen konnte.