Rudi anne RUB: Hustadt-Kultursteinbruch

Ein Tagebucheintrag von: University meets Querenburg (UmQ e.V.), gemeinnütziger Verein für Begegnungs- und Straßenkultur.

Die Bochumer Hustadt ist heute Lebensraum für Menschen aus vielen Teilen der Welt, die hier den Strukturwandel unserer Zeit miterleben und mit Leben füllen. Im Rahmen des 2008 begonnenen Förderprogramms Stadtumbau West werden einerseits die bestehende Mängel an der Bausubstanz behoben und andererseits die vorhandenen Potenziale des Quartiers ausgebaut. Hierzu zählt die Verbesserung der funktionalen Anbindung an die Ruhr-Universität Bochum (RUB) und die Hochschule Bochum (HSBO), die verstärkte Nutzung vorhandener Freiraumpotenziale und die Stärkung der Wohnfunktion insbesondere für die Zielgruppen Familien, Senioren und Studierende.

Geschaffen wurden neue Treffpunkte für Menschen, die in der Nachbarschaft leben, die den Anwohnern Raum bieten, in ihrer gegenwärtigen Situation zu agieren und zu reagieren – außerhalb offizieller, sozialer Institutionen. Die Idee war es, Orte zu schaffen, die Gemeinschaft erzeugen.

Um dies zu ermöglichen mussten jedoch die Bagger kommen um Platz für neues zu schaffen. Weichen musste z.B. der große Brunnen und das 12m x 1.30m große Wandrelief der Künstler Ursula und Roland Dörk, welches die Rückseite des Hustadt-Brunnen über 40 Jahre lang dekorierte. An Stelle des Hustadt-Brunnens steht nun seit 2010 der Hustadtpavillon auf dem Brunnenplatz 1. Der mit Tischen, Bänken und einem Kräutergarten ausgestattete Pavillon bietet, mit der kleinen Bühne und einer großen Leinwand für Projektionen oder Open-Air Kino-Veranstaltungen, viel Spielraum für Begegnungs-und Straßenkultur. Das Veranstaltungsspektrum reicht von Aktionen aus der Nachbarschaft sowie ortsansässiger Sozialeinrichtungen über Engagements Studentischer Gruppen bis hin zu Beiträgen von Kulturinstitutionen und Festivals aus der Ruhr-Region.

University meets Querenburg e.V.

Unser Verein University meets Querenburg e.V. ist Ansprechpartner und Hilfesteller für die Umsetzung von Veranstaltungen in und um den Pavillon. Wir haben uns das Ziel gesetzt, zur Begegnungs- und Straßenkultur im Querenburger Raum beizutragen und unsere Aktivitäten International zu vernetzen. Dafür nutzen wir die von den Baggern des Stadtumbaus gesicherten Bruchstücke des Reliefs als Kultursteinbruch. Wer einen dieser Splitter mit auf Reisen nimmt, ist eingeladen, diesen an einem besonderen Ort zu hinterlassen, dort ein Foto zu schießen, die Geodaten zu bestimmen und diese an uns zu senden. Wir verlinken die Splitter dann auf unserer digitalen Weltkarte, und bauen Kontakte zu Menschen am jeweiligen Ort auf. Bisher wurden ca. 30 Splitter weltweit hinterlegt.

Rudi war für unsere Kultursteinbruch-Aktion auf dem Sommerfest der RUB der ideale Altar und Transportgehilfe.

Rudi als Lastenrad
Rudi als Lastenrad
Rudi als Altar des Infostandes
Rudi als Altar des Infostandes
Rudi als Kultursteinbruch
Rudi als Kultursteinbruch
Rudi im Campusfest-Getümmel
Rudi im Campusfest-Getümmel

Vielen Dank an die Initiatoren von VeloKitchen Dortmund & VeloCityRuhr.

Dein RUDOLF geht heute an den Start

Pünktlich zur 2. Fahrrad-Sternfahrt Dortmund am heutigen 15. Juni 2014 eröffnen wir Dein-RUDOLF.de, dem RUhrgebiet und DOrtmund sein LastenFahrrad, eröffnet. Unsere beiden Lastenräder Rudolf und Roter Panther könnt Ihr während der Sternfahrt und insbesondere auf dem anschließenden Fahrrad-Fest auf dem Dortmunder Friedensplatz bewundern und ausprobieren. Alles weitere erfahrt Ihr fortlaufend auf unserer neuen Website Dein-RUDOLF.de.

Wir freuen uns darauf, dass Ihr Eure Lasten künftig per Rad durch Dortmund und das Ruhrgebiet kutschiert.

Euer Team RUDOLF

Auszeichnung für das Projekt „RUDOLF, dem RUhrgebiet und DOrtmund sein LastenFahrrad“

RUDOLF vor dem Dortmunder Radhaus
RUDOLF vor dem Dortmunder Radhaus

Bereits im Oktober haben wir im Lipperland ein Lastenrad gekauft. Namen, wie DOris und DOloris, wurden von Euch vorgeschlagen; RUDOLF, dem RUhrgebiet und DOrtmund sein LastenFahrrad, haben wir es schließlich getauft. Wir sind dabei die gleichen, die hinter Cargo.VeloCityRuhr.net stehen, nämlich die VeloKitchen Dortmund und das Team VeloCityRuhr.

Praktisch, nachhaltig und ungewöhnlich. Meist sind wir es gewöhnt, dafür bezahlen zu müssen, wenn wir von A nach B kommen wollen. Mit RUDOLF ist das etwas anders. RUDOLF ist ein Lastenfahrrad, dass jeder sich ausleihen kann. Das Besondere: Für die Nutzung wird gespendet und zwar das, was einem die Ausleihe Wert ist. RUDOLF wird in Kürze an unterschiedlichen Orten im Dortmunder Stadtgebiet stationiert und kann dort entliehen werden.

Preisverleihung durch OB Sierau an Team RUDOLF © Agenda-Büro Dortmund
Preisverleihung durch OB Sierau an Team RUDOLF © Agenda-Büro Dortmund

Diese Idee wurde nun – kurz vor dem offiziellen Start – mit dem Dortmunder Agenda-Siegel 2013 ausgezeichnet. Darüber hinaus bekam RUDOLF in der Kategorie Initiativen den vierten Preis in Höhe von 500 EUR. Die Teammitglieder Astrid und Fabian nahmen die Auszeichnung am 26. November 2013 bei der offiziellen Preisverleihung im Dortmunder Rathaus von Oberbürgermeister Ullrich Sierau im Beisein von Helga Jänsch vom Agenda Büro Dortmund entgegen.

Die Auszeichnung und das damit verbundene Preisgeld wird dazu genutzt, die Idee weiter zu entwickeln. Ein Teil des Preisgeldes fließt in die Bereitstellung einer Website – nämlich: dein-rudolf.de –, die auf kasimir-lastenrad.de. Der wesentliche Anteil wird für RUDOLF Nr. 2 reserviert, also den Kauf des nächsten Lastenrades.

Dortmunder Agenda-Siegel und Preis
Dortmunder Agenda-Siegel und Preis

Ebenfalls mit einem Dortmunder Agenda-Siegel ausgezeichnet wurde übrigens die „Fahrradsternfahrt Dortmund“, die gemeinsam organisiert wird von ADFC, Umweltamt der Stadt Dortmund, VCD Dortmund-Unna und uns, VeloKitchen Dortmund und VeloCityRuhr.

erstes freies Lastenrad in Dortmund sucht Namen und Standorte

Wenn alles läuft, wie – sehr sehr spontan – geplant, haben wir ab morgen ein neues CargoBike – und zwar ein P-Box von Christiania. Ein ähnliches Rad hört in Köln auf den Namen Kasimir. Kasimir, Kölns erstes freies Lastenrad, ist ein Projekt von wielebenwir.de, eine Gruppe, die in Köln noch viele andere tolle Dinge macht.

Das Rad steht also ab morgen auf dem Hof. Brauchen wir noch einen netten Namen, unter welchem man das Christiania Bike schnell wiedererkennt. Und schöne Standorte in Dortmund und dem Ruhrgebiet, wo das P-Box-Lastenrad ausgeborgt werden kann.

Kommentiert also fleißig hier im Blog Cargo.VeloCityruhr.net, auf Facebook, in Twitter mit #VeloCargoRuhr oder schreibt uns an cargo@velocityruhr.net – mit Namen und Standorten für das erste freie Lastenrad in Dortmund und dem Ruhrgebiet.

Nachtrag – 2013-12-08: das Lastenrad haben wir tatsächlich gekauft und auf den Namen RUDOLF getauft. Und RUDOLF hat schon einen Preis eingefahren.

das Wiener LastenRad Kollektiv – Vorbild für alle

Das Logo haucht ein wenig kommunistisch an, wenngleich wir bei der Fahrrad-Sternfahrt Dortmund ebenfalls einen – allerdings leicht gedrehten und rundlicheren – Stern im Logo verwenden. Wenn man sich die Historie der Website anguckt, sprich: den ältesten Beitrag im Blog, so erfährt man etwas über die Gründung des Wiener LastenRad Kollektivs. Hier waren es also nicht Fahrradaktivisten, die diese Gemeinschaft der CargoBiker initiiert haben, sondern Aktivisten, die für ihre Veranstaltungslogistik eine günstige und praktikable Transportlösung suchten. Das war im Februar 2010.

Heute, mehr als dreieinhalb Jahre später, ist es in dem Blog zwar etwas ruhiger geworden, allerdings besteht das Kollektiv mittlerweile aus mehr als einem Dutzend unterschiedlicher Lastenräder und fast genauso vielen Anhängern. Dieser setzt sich aus interessanten wie unterschiedlichen Gefährten zusammen. Bei den Lastenrädern sind dabei Vorderlader sowie Longtails, also Räder mit längerem Radstand und einem langen Gepäckträger, beliebt. Besonders bemerkenswert sind die Selbstbauten (bzw. Versuchsfahrräder, wie man in Augsburg zu sagen pflegt).

Und, wie man aus dem Namen schon ableiten kann, aber auch durch die Geschichte verdeutlicht wird, gibt es beim LastenRad Kollektiv keine Gewinnerzielungsabsicht: die Räder werden nicht vermietet, es fallen also keine Gebühren an. Natürlich freut sich der Eigentümer über Spenden, die wohl in die Versicherung, Wartungen und ggf. Reparaturen gesteckt werden.

Fazit: ein wunderbares Vorbild für alle.